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Eine Woche im Zeichen der Künstlichen Intelligenz

14.04.2026

Vom 30. März bis zum 4. April 2026 hatten wir, Christoph Hellmuth und Steffen Grub, die großartige Gelegenheit, an einer einwöchigen Erasmus+-Fortbildung in der irischen Hauptstadt Dublin teilzunehmen. Unter dem Titel "Advanced Artificial Intelligence for Education" widmeten wir uns gemeinsam mit Lehrkräften aus ganz Europa einem der meistdiskutierten Themen unserer Zeit: dem Einsatz Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Die Fortbildung war nicht nur inhaltlich auf höchstem Niveau – sie bot uns auch die Möglichkeit, wertvolle internationale Kontakte zu knüpfen und eine faszinierende Stadt kennenzulernen.

Fachliche Inhalte: KI als Werkzeug für moderne Bildung

Der Kurs war praxisorientiert und zugleich theoretisch fundiert. Von Beginn an wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich weit mehr als ein Hilfsmittel ist – sie verändert grundlegend, wie wir lehren, lernen und Schule gestalten können.

Grundlagen und Funktionsweise moderner KI-Systeme

Zu Beginn der Woche erhielten wir einen vertieften Einblick in die Funktionsweise aktueller KI-Systeme, insbesondere großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Dabei wurden sowohl die technischen Grundlagen – maschinelles Lernen, neuronale Netze, Trainingsdaten – als auch die praktische Arbeitsweise dieser Systeme beleuchtet. Besonders wertvoll war die Diskussion darüber, wie Lehrkräfte diese Werkzeuge gezielt einsetzen können, ohne die eigene pädagogische Kompetenz aus den Augen zu verlieren.

Prompt Engineering: Wie man mit KI effektiv kommuniziert

Ein zentrales Thema der Fortbildung war das sogenannte Prompt Engineering – also die Kunst, KI-Systeme durch präzise und durchdachte Eingaben zu optimalen Ergebnissen zu führen. In praktischen Übungen lernten wir, wie Unterrichtsmaterialien, Differenzierungsaufgaben, Lernstandserhebungen und individuelles Feedback effizient mithilfe von KI erstellt werden können. Diese Fähigkeiten lassen sich unmittelbar in den Schulalltag übertragen und versprechen eine spürbare Entlastung bei der Unterrichtsvorbereitung.

Europäischer Austausch: Voneinander lernen über Grenzen hinweg

Was diese Fortbildung besonders bereichert hat, war der intensive Austausch mit Lehrkräften aus anderen europäischen Ländern – unter anderem aus Portugal und Italien. In Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden und informellen Gesprächen tauschten wir uns über unterschiedliche Bildungssysteme, schulische Rahmenbedingungen und erste Erfahrungen mit KI im Unterricht aus. Es war beeindruckend zu erleben, wie ähnlich die Herausforderungen – und wie unterschiedlich die Lösungsansätze – in den verschiedenen Ländern sind. Dieser europäische Blickwinkel hat unsere eigene Perspektive erheblich erweitert und uns mit wertvollen Ideen bereichert, die wir in unseren Schulalltag einbringen möchten.

Dublin – eine Stadt, die begeistert

Abseits des Kursraums hatten wir die Gelegenheit, Dublin in vollen Zügen zu genießen. Die irische Hauptstadt hat uns von Anfang an mit ihrer einzigartigen Atmosphäre begeistert: lebendige Straßen, freundliche Menschen, eine reiche Geschichte und eine pulsierende Kulturszene. Wir erkundeten die historische Innenstadt mit dem berühmten Trinity College, schlenderten durch die Straßen des Temple Bar-Viertels und ließen uns von der herzlichen irischen Gastfreundschaft verzaubern.

Ein absolutes Highlight war ein gemeinsamer Abend, an dem wir zusammen mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt Ukulele spielten und gemeinsam sangen. Was anfangs wie ein ungewöhnlicher Programmpunkt klang, entpuppte sich als unvergessliches Erlebnis: Musik verbindet über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg, und die ausgelassene Stimmung in diesem Raum war ein wunderbares Sinnbild für den europäischen Geist dieser Fortbildung. Solche Momente bleiben einem lange in Erinnerung.

An den weiteren Nachmittagen und Abenden erkundeten wir Dubliners Cafés, Märkte und Parks, verkosteten traditionelle irische Küche und ließen die Eindrücke eines ereignisreichen Tages in gemütlicher Runde ausklingen. Dublin ist eine Stadt, die man besucht haben muss – und die man mit einem Lächeln verlässt.

Fazit: Bereichernd auf ganzer Linie

Die Erasmus+-Fortbildung "Advanced AI for Education" in Dublin war für uns eine außergewöhnliche Erfahrung – sowohl fachlich als auch persönlich. Wir kehren mit einem deutlich tieferen Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen von KI im Unterricht zurück, mit konkreten Werkzeugen und Ideen für unsere Klassen und mit neuen Kontakten zu Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa.

Wir sind überzeugt: Künstliche Intelligenz wird den Bildungsbereich in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern. Als Lehrkräfte haben wir die Verantwortung, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten – zum Wohl unserer Schülerinnen und Schüler. Die Fortbildung in Dublin hat uns dafür das nötige Rüstzeug und die nötige Motivation gegeben.

Wir danken unserer Schule und dem Erasmus+-Programm herzlich für die Ermöglichung dieser wertvollen Reise – und freuen uns darauf, das Gelernte in den Unterricht einzubringen und im Kollegium zu teilen.

Christoph Hellmuth & Steffen Grub

April 2026

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